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Autorin des Monats

Rakel Haslund-Gjerrild

Rakel Haslund-Gjerrild (*1988) hat im Jahr 2020 mit dem poetischen post-apokalyptischen Roman Alle himlens fugle ein vielbeachtetes Debüt als Romanautorin vorgelegt. Mit Adam im Paradies wendet sich die Dänin nun einem historischen und gleichzeitig hochaktuellen Stoff zu.  In dem Roman lässt Haslund-Gjerrild den dänischen Meistermaler Kristian Zahrtmann als Ich-Erzähler auftreten. In einer betörenden, kontemplativ-sinnlichen Sprache zeichnet sie ein Porträt des Künstlers. Die Erzählung wird durchbrochen von historischen Dokumenten über die Sittlichkeitsprozesse der Jahre 1906/07, als in Dänemark Homosexuelle verfolgt und aus dem Land vertrieben wurden – ein ebenso subtiler wie genialer Kunstgriff, um Zahrtmanns nie öffentlich eingestandene Homosexualität zu spiegeln. Im November kommt die Autorin anlässlich des Erscheinens der deutschen Übersetzung von Adam im Paradies für Buchpräsentationen nach Berlin, Hamburg und Wien (Zu den Terminen und Infos).