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Autor des Monats

Edmund White

Edmund White zählt zu den bedeutendsten amerikanischen Schriftstellern der Gegenwart. Gemeinsam mit anderen Autoren gründete er Anfang der achtziger Jahre die Gruppe Violet Quill, die die schwule Literatur in den USA entscheidend prägte. Bekannt wurde er vor allem durch seine autobiografisch gefärbte Romantrilogie Selbstbildnis eines Jünglings, Und das schöne Zimmer ist leer und Abschiedssymphonie. Außerdem veröffentlichte er Biografien über Jean Genet, Marcel Proust und Arthur Rimbaud sowie die Memoir-Bände City Boy und Inside a Pearl (bei Albino unter dem Titel Der Flaneur erschienen). Für sein literarisches Schaffen erhielt Edmund White zahlreiche Preise. 2019 wurde er von der National Book Foundation für sein Lebenswerk geehrt.

Am 13. Januar feiert White seinen 82. Geburtstag. Für uns ein Grund, seine Bücher mal wieder zur Hand zu nehmen – allen voran das im letzten Jahr bei Albino erschienene Memoir Meine Leben, das Jungle.World in einer Rezension mit dem Titel „Genet im Negligé“ als „besonders schlüpfrig“ bezeichnete, das für uns aber vor allem ein furios-eloquenter Ritt durch die zweite Hälfte des literarischen und gesellschaftlichen 20. Jahrhunderts ist.