Verlagsvorschau Herbst 2026 30. April 2026 – Posted in: Aktuelles – Tags: , , , , ,

Unsere Verlagsvorschau für den Herbst 2026 ist da. Neun Jahre nach dem Erfolgsdebüt Guapa begeben wir uns mit Saleem Haddad und Flutlinien auf eine Schiffstour den Tigris hinunter. Derweil lässt der der niederländische Autor Maurits de Bruijn in Mann macht kaputt auf buchstäblich kunstvolle Weise unterschiedliche Konzepte von Männlichkeit(en) kollidieren.

In Flutlinien verdichtet Saleem Haddad die politischen Stürme des 20. Jahrhunderts im Nahen Osten zu einer fesselnden Familiensaga. Inspiriert vom künstlerischen Erbe seines Großonkels, des modernistischen
irakischen Malers Jewad Selim, beschwört der Autor die Schatten der irakischen Geschichte herauf.

London, 2014: Nach Jahren der Funkstille müssen sich die irakisch-britischen Schwestern Mediha, Zainab und Ishtar einem zwiespältigen Erbe stellen. Verschollen geglaubte Gemälde ihres verstorbenen Vaters tauchen wieder auf – Relikte einer Herkunft, zu der die Frauen ebenso den Bezug verloren haben wie zueinander. Entsprechend unvereinbar sind ihre Pläne für die Verwendung der Bilder. Als Vermittler zwischen den verhärteten Fronten wird Zainabs Sohn Nizar auserkoren. Gegen dessen Willen. Denn eigentlich ist er damit beschäftigt, seine traumatischen Erfahrungen als Kriegsreporter und die gescheiterte Beziehung zu seiner großen Liebe Alfie zu verarbeiten. Doch der Sog der Vergangenheit ist unerbittlich. Die Kunst von damals bringt ein Netz aus Verrat, Verletzungen und politischen Intrigen ans Licht, das die ohnehin entfremdete Familie endgültig zu entzweien droht. Der Ausweg ist eine Flussreise den Tigris hinunter. In einer mesopotamischen Arche, die die Gegenwart mit der Tradition vereint. Das Ziel: die „Rückkehr“ nach Bagdad.

Das Magazin The New Yorker wählte die englische Originalausgabe von Flutlinien in seine „Best Books of 2026“-Liste. Bei uns erscheint der Roman in der Übersetzung von Andreas Diesel, der auch schon Guapa ins Deutsche übertragen hat.

In Mann macht kaputt verhandelt Maurits de Bruijn die drängenden gesellschaftspolitischen Themen unserer Zeit im Rahmen einer vor Spannung knisternden Erzählung über die verbindenden und spaltenden Konsequenzen von Ausgrenzung.

Sie kommen jeden Abend – junge Machos, die sich vor der Amsterdamer Wohnung des queeren Künstlers David versammeln und die Nachbarschaft um den Schlaf bringen. Trotz der räumlichen Nähe scheinen ihre Welten getrennt. Doch was zunächst beiläufig in Form von Gesprächsfetzen, feisten Lachern und Marihuana-Dunst in Davids Alltag schwappt, lässt sich immer schwerer ignorieren. Besonders einer der jungen Männer irritiert und fasziniert David. Er nennt ihn Romeo. Er malt ihn. Und irgendwann kommen die beiden einander unerwartet näher. Eine folgenschwere Begegnung, die grundlegende Fragen aufwirft: Gehören sie am Ende doch zusammen? Die Lust und die Angst? Der Macker und der Schöngeist? Romeo und David? Eine schicksalhafte Nacht wird darüber entscheiden.

Die niederländische Originalausgabe von Mann macht kaputt war 2025 für den renommierten Libris Literaturpreis nominiert. Die Tageszeitung Trouw charakterisierte den Roman so: „Ein fesselnder Pageturner. Ein Roman mit so vielen Ebenen, dass die Lesenden immer wieder auf die falsche Fährte gelockt werden.“ Bei uns erscheint das Buch in der deutschen Übersetzung von Lisa Mensing.

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